iPadklassen

Die iPad-Klassen an der Schule im Allertal sind ein nicht-obligatorisches Angebot, d.h. die Erziehungsberechtigten melden ihre Kinder zum neuen Schuljahr in einer iPad-Klasse an. Wenn sich ausreichend Schüler*innen für eine iPad-Klasse anmelden, wird eine reine iPad-Klasse gebildet. Die Schülerzahl der Klasse richtet sich nach der gängigen Durchschnittsgröße. 
Sollten sich mehr Schüler*innen für die iPad-Klasse anmelden, werden je nach Anzahl der Anmeldungen zwei iPad-Klassen eingerichtet oder unter bestehenden Anmeldungen wird ein Losverfahren durch die Schulleitung durchgeführt.

Sollten sich nicht genügend Schüler*innen für eine Klasse finden, wird in dem entsprechenden Jahrgang keine iPad-Klasse eingerichtet. 

In den iPad-Klassen der Schule im Allertal kommen elternfinanzierte Geräte zum Einsatz. Diese werden von den Eltern über das gemeinnützige IT-Unternehmen „AfB mobiles lernen“ angeschafft. Den Eltern stehen dabei mehrere Optionen zur Auswahl. Vom Rundum Sorglos Paket bis zum einfachen iPad. Über einen Bildungsfond können einkommensschwache Familien unterstützt werden.  Durch die zentrale Bestellung bei dieser Firma ist gewährleistet, dass alle Kinder mit der gleichen Hardware arbeiten. Zum anderen ist dadurch auch eine Einbindung in das MDM System der Schule möglich. 

Die Schule im Allertal ist kein Vertragspartner und haftet auch nicht für Diebstahl und Vandalismus. Es empfiehlt sich hier entweder direkt bei der Bestellung oder im Nachhinein eine Versicherung abzuschließen. 

Auf der letzten Gesamtkonferenz wurde zudem beschlossen, dass für die iPad-Klassen die Schulbücher nur noch in digitaler Form angeschafft werden. Damit sichergestellt ist, dass alle Schüler*innen zu Beginn des Schuljahres mit den digitalen Lizenzen ausgestattet sind, werden diese zentral über die Schule bei den Verlagen bestellt. 

Ferner soll ab dem Schuljahr 2022/2023 die Anschaffung eines iPad-fähigen Stifts für alle Schüler*innen obligatorisch sein. 

Im Folgenden werden die wichtigsten Kriterien aufgeführt, die zur Entscheidung, iPads einzusetzen, geführt haben: 

  • Apple ist qualitativ führend im Bereich Tablet-Computer. Das iPad ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen, was einen raschen Einstieg und eine schnelle Fokussierung auf unterrichtliche Inhalte möglich macht. 
  • Die in sich abgeschlossene Apple-Umgebung macht das System sehr sicher und frei von Schadsoftware. 
  • Trotzdem bietet die iOS-Welt vielseitige Anwendungsmöglichkeiten durch ein breites Spektrum an pädagogisch wertvollen Apps, die zudem sehr günstig – meist sogar kostenlos – zur Verfügung stehen. 
  • Die Stabilität des Systems ermöglicht einen zielgerichteten und nervenschonenden Unterricht für alle Beteiligten. Zeitraubende Neustarts sind bei iPads äußerst selten notwendig. 
  • Das iPad ist im Vergleich zu seinen Konkurrenten sehr langlebig – sowohl, was den Werterhalt angeht, als auch, was den Support und regelmäßige Updates betrifft. 
  • Die Tablets lassen sich auch bei größerer Stückzahl bequem zentral verwalten, so dass z.B. das Ausrollen oder Zurücksetzen von Anwendungen sehr rasch erfolgen kann. 

iPads werden dann eingesetzt, wenn sie einen Mehrwert bieten, wenn also durch deren Einsatz der Unterrichtserfolg erhöht und die Lernziele besser erreicht werden können. 

Die jeweilige Art der Nutzung hängt also ganz von den Zielen der Unterrichtssequenz ab. So kann das iPad beispielsweise kurzzeitig für Wissensabfragen, Brainstorming oder Recherchen genutzt werden. Bei längeren Unterrichtssequenzen eignet es sich für ein individuelles oder gemeinschaftliches Erarbeiten von Lösungen zu Aufgaben (z.B. durch Visualisierung oder Vertonung) sowie das Erstellen von Lernprodukten oderPräsentationen. Weiterhin ist mit iPad-Klassen natürlich auch die von IServ bereitgestellte Lernumgebung im Unterricht nutzbar z.B. Bettermarks). 

Je nach Art des iPad Einsatzes wird den Schülern so eine sehr selbstgesteuerte und individuelle, an den eigenen Fähigkeiten und Bedürfnissen orientierte Teilnahme am Unterricht ermöglicht. 

Durch den Einsatz der iPads im Unterricht lassen sich die folgenden Vorteile erkennen: 

Motivation: Die Erfahrung, selbstgesteuert und eigenverantwortlich zu arbeiten, stärkt das Selbstbewusstsein der Schüler*innen und fördert das Interesse sowie die Freude am Lernen. 

Authentizität: Informationsbeschaffung ist jederzeit möglich. Zugleich kann durch die Einbindung der Internetrecherche in den Unterricht moderne Medienerziehung geleistet werden. 

Individualisierung und Differenzierung: Mit Hilfe digitaler Medien ist es wesentlich einfacher, verschiedene, evtl. im Niveau abgestufte Arbeitsaufträge und Materialien sowie Zusatzangebote bereitzustellen. Auf diese Weise kann man ohne großen Aufwand auf die unterschiedlichen Lerntypen und die wachsende Heterogenität der Klassen reagieren. 

Kollaboration: Mit den iPads sind die Schüler*innen innerhalb des Klassenzimmers und des Schulhauses mobil und können in arbeitsteiligen Phasen einer Gruppenarbeit gleichzeitig unterschiedliche Anwendungen nutzen. 

Lernerautonomie: Ein iPad ermöglicht es den Schüler*innen, viele Dinge, die bisher auf unterschiedlichste Hefte, Bücher und Ordner verteilt waren, auf einem Gerät zu organisieren. Zudem sind sie nicht auf einen bestimmten Arbeitsplatz angewiesen. 

Kreativität: „Wer Medien verstehen will, der muss Medien machen“: Mit Hilfe der iPads und den zahlreichen produktiv-kreativen Apps gelingt es, innerhalb kurzer Zeit optisch professionell aussehende Produkte zu erstellen. 

Rückengesundheit: Neben all diesen fach- und methodenkompetenzfördernden Vorteilen, hat das iPad auch einen recht einfachen, greifbaren Vorteil, welcher nicht zu vernachlässigen ist. Dadurch, dass alle Schulbücher in digitaler Form vorliegen und auch eine Mappenführung digital erfolgen kann, reduziert sich das Gewicht der Schultasche drastisch. 

Umweltschutz: Durch den Einsatz digitaler Schulbücher und digitaler Lerninhalte wird der Papierverbrauch drastisch reduziert.